Montag, 3. Juli 2017

Die letzten Tage

Meine Zeit in der Class of Hope ist wie im Flug vergangen. Sorry für den späten Eintrag, aber ich bin gerade in Australien und die Hostel Wifis sind echt schlecht.
Hier noch ein Bild vom Geburtstagskalender, den ich gebastelt habe. Elena hat zwar zuvor schon einen gebastelt, aber der Wind hat ihn leider zerstört.


Auch habe ich die Schülerlistem erneuert und versucht eine Telefonkette einzuführen. Denn an sehr regnerischen Tagen fällt dir Schule aus und dafür müssen die Lehrerinnen in der Früh jeden einzeln informieren. Mit einer Telefonkette würde dies sehr viel schneller gehen :)

In meiner Zeit dort habe ich sehr viele Bilder gemacht, eine kleine Auswahl könnt ihr hier sehen :)

Die Jungs beim Kochen lernen

Tharuka erklärt wie man dabei vorgehen muss



An meinem letzten Tag in der CoH durfte ich einen Sari von Dhammi tragen, alleine ankleiden war dann unmöglich für mich. Und 5 Schichten Stoff als Rock, wirklich luftig ist ein Sari leider nicht :D Wie die vorherigen Freiwilligen, habe auch ich am letzten Tag alle Fotos ausgedruckt und wir haben zusammen eine Collage gebastelt :)  Anschließend waren wir zusammen im Cafe Sahana auf eine Fishroll und Fanta. Zum Abschluss habe ich eine Tasche bekommen und wir haben noch einmal gemeinsam getanzt. Es war echt ein sehr schöner Tag :)













Abschlussessen mit meiner Gastfamilie


Es war eine sehr schöne Zeit in Sri Lanka und ich werde alle sehr vermissen. Ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt und tolle neue Menschen kennengelernt :)

Mittwoch, 7. Juni 2017

Flut

Die Monsunzeit hat angefangen. Es regnet sehr viel, ich dachte für Sri Lanka ist die Menge an Regen normal. Doch vor 10 Tagen haben wir dann in den Nachrichten mitbekommen, dass 4 sehr große Flüsse komplett übergelaufen waren, die Aufnahmen waren sehr schlimm, wir waren alle sehr geschockt. Bisher habe ich solche Naturkatastrophen nur im TV gesehen und noch nie hautnah miterlebt. Zuallererst war ich erleichtert, als mir meine Gastfamilie mitgeteilt hat, dass der nächste Fluss weit genug entfernt ist, so dass wir weder zu Hause noch in der Schule Angst vor einer Überflutung haben müssen.





Viele Dörfer und Straßen  standen komplett unter Wasser. Auch einige Freunde und Familienmitglieder meiner Familie waren betroffen. Wir wollten helfen, aber da wir weder ein eigens Auto noch ein Tuk Tuk besitzen, könnten wir nur das Wochenende abwarten und hoffen, dass sich die Wetterlage verbessert. Am Sonntagabend haben wir dann in den Nachrichten mitbekommen, dass schon 150 Leute gestorben, 200 Leute vermisst und 50.000 Menschen ihre Häuser verlassen mussten...

Am Montag in der früh sind wir dann wie immer mit dem Tuk Tuk in die Schule gefahren. Es sind 5 Schüler trotz dem schlechten Wetter gekommen. Meine Gastschwester Tharu, hat in Facebook einen Post von einem Freund gelesen, dessen Dorf betroffen ist. Sie baten um Essen und Trinkwasser. Auf Grund dessen haben wir spontan entschieden, dass wir Curry kochen und es dorthin fahren :) Wir haben alle Zutaten eingekauft, nur um dann festzustellen, dass wir keinen Strom mehr haben... Aber so etwas bringt hier niemanden aus der Ruhe, wir haben einfach eine Feuerstelle gemacht und draussen gekocht :D






Dann haben wir noch Wasser, Süssigleiten, Hygieneartikel und Medizin gekauft und sind dann mit einem Freund von Dhammika und dessen Van nach Udugama gefahren. Die Dörfer hinter Udugama sind sehr stark betroffen. Viele Straßen und Häuser sind überflutet und von Erde verschüttet.










Wir hatten natürlich viel zu wenig dabei, aber mehr war in dieser kurzen Zeit nicht zu organisieren bzw. zu kochen. Trotzdem waren die Menschen sehr dankbar, dass wir ihnen kleine Curry Pakete gebracht haben und wir waren glücklich, ihnen geholfen zu haben.
Ich war sehr erstaunt über die enorme Hilfsbereitschaft, der Leute untereinander. Jeder mit einem fahrbaren Untersatz hat Lebensmittel und Wasser an die Betroffenen verteilt. Von der Regierung hier, kann man nicht so viel erwarten.




Mittwoch, 24. Mai 2017

Vesakh

Zu aller erst möchte ich euch noch vom Vesakh Fest berichten, es war ein wirklich schöner Tag und ich bin froh dabei gewesen zu sein. Die Schule war deshalb an zwei Tagen geschlossen. Am Tag vor Vesakh,  haben wir allerdings noch das Schulgebäude geschmückt und Karten gebastelt. Diese
verschenkt man an seine Freunde und Familie:)










Den Tag haben wird dann alle gemeinsam Tempel ausklingen lassen. Für mich war es eine tolle Erfahrung.


Die Schüler haben alle etwas von zu Hause mit gebracht,  wie Blumen und Obst als Opfergaben.

Abends bin ich dann zusammen mit meiner Gastfamilie im Tuk Tuk zu den Free food Ständen gefahren und haben die tollen Laternen bei Nacht bewundert. Ein echt sehr cooles Erlebnis, denn so etwas vergleichbares gibt es in Deutschland nicht. Aber am Vesak bereiten einige Leute anderen eine Freude, in denen sie kostenlos Essen und Getränke an Fremde verteilen. Wir mussten uns zwar 45 Minuten anstellen, aber es hat sich gelohnt. Das Essen war echt sehr lecker.





Auch ein kleines Feuerwerk konnten wir beim Warten aufs Essen genießen.
Es war ein echt schöner Abend mit meiner Gastfamilie.

Die letzte Schulwoche verlief dann mal ganz normal, so wie im Stundenplan vorgesehen :) War auch mal schön Routine mitzubekommen. Jeden Tag übe ich mit den Schülern die Datumsangabe auf Englisch. Hier jetzt auch ein Foto der Uhr. Auf dem Foto übt gerade Salik fleißig.


Auch habe ich die Sandbuchstaben von Elena beendet. Ich gehe täglich das englische Alphabet mit jedem Schüler durch.

Am Mittwoch, dem Cooking Day haben wir zusammen Toast mit Butter bestrichen und mit Zucker bestreut. Die Schüler sollten hierbei lernen, das Messer richtig zu benutzen. Denn normal essen hier ja alle mit den Fingern:D Das bestreichen von  Toast Scheiben übernehmen meistens dann die Eltern. Den Toast mit Zucker zu bestreuen war dann eher befremdlich für mich, aber hier für alle normal. In allen Gerichten befindet sich sehr viel Zucker, aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt :)




Derzeit ist es leider sehr regnerisch, das hatte zur Folge, dass wir leider am Outing Day nicht zum Strand gehen konnten. Wir haben allerdings dann Dilshi, eine Schülerin besucht, die derzeit krank ist und anschließend sind wir ins Milkyway gegangen und haben Jelly gegessen.

Und noch zum Thema Essen, auf dem Bild kann man ein typisches Abendessen sehen. Es besteht eig zu 99% immer aus Reis und verschiedenen Currys.  Mir schmeckt alles sehr gut und mittlerweile esse ich auch immer mit den Fingern :)
Ganz oben sind Papadams zu sehen, so etwas wie Chips, dann Omelette,  ein Dhal Curry  (besteht aus Linsen), einem Auberginen Curry und einem Knoblauch Curry :D Diese beiden sind auch meine absoluten Lieblingscurrys :) Als Nachspeise gibt es meistens noch frisches Obst aus dem Garten.






Sonntag, 7. Mai 2017

Hello Sri Lanka

Ayubowan, mein Name ist Sabrina Vogl und ich bin die neue Freiwillige in der Class of Hope, hier der Link zu meinem Vorstellungsvideo :)


https://www.dropbox.com/s/ov4sxzet17mzvwb/YDXJ0261.mp4?dl=0

Mittlerweile bin ich seit 3 Wochen hier. Ich bin vom Flughafen aus direkt zu meiner Gastfamilie gefahren. Während meines Aufenthalts schlafe ich bei der Schulleiterin Dharmika und ihrer Familie. Die Familie ist mega nett und ich habe mich ab dem ersten Moment sehr Willkommen gefühlt. Am nächsten Tag bin ich dann nach Ella, in den Yala Nationalpark und an die Strände der Südküste. Hier ein paar meiner Fotos:











Nach 10 Tagen war ich dann pünktlich zum Schulstart wieder in Galle, allerdings ohne Schüler :D Denn hier brauchen die Schüler nach den Ferien noch etwas Zeit sich wieder an den Schulalltag zu gewöhnen.  Also habe ich am Mittwoch (26.4) erst einmal meine Lehrerkolleginnen Malika und Appsala kennengelernt. Zusammen haben wir das Schulgebäude gereinigt und alles aufgeräumt und geordnet. An den nächsten beiden Tagen kam dann jeweils nur ein Schüler, deshalb haben wir nur Medicin Packages angefertigt. Aber die Lehrerinnen haben dann alle Schüler angerufen um ihnen deutlich zu machen, dass sie ab Montag alle erscheinen müssen.

Am Montag kamen dann sogar echt viele Schüler, sie haben mir Blumen mitgebracht, war echt sehr schön :)





Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und ein paar Spielen machen wir uns an die Arbeit Laternen für das Vesakh Fest zu basteln. Dieses Fest ist eines der größten buddhistischen Feiertage. Das Fest erinnert an die Geburt, die Erleuchtung und das Verlöschen des Buddha. An diesem besonderen Tag wird die ganze Stadt festlich geschmückt und es gibt überall kostenloses Essen. Diese Laternen herzustellen ist aber eine anstrengende Arbeit. Zuerst müssen die Bambusstangen in kleine Hölzer verarbeitet werden, anschließend zu einem Gehäuse zusammen gebunden werden und dann mit Transparentpapier beklebt und verziert werden.






So verging die Woche eigentlich ziemlich schnell. Morgens machen wir immer eine kleine Sporteinheit, dann nehme ich jeden Schüler einzeln anden Tisch und wir üben das Datum auf englisch. Hierfür habe ich eine Montissori Lernuhr mitgenommen. Foto gibts im nächsten Blog :) Den Rest des Schultages vebringen wir mit kleine  Mathe oder Sinhala Einheiten und dem basteln von Girlanden und Flaggen.










Nächste Woche werde ich euch vom Vesakh Fest berichten, dem typischen Ablauf in der Class of Hope und natürlich dem Essen in Sri Lanka :) Bis bald